Feste, Märkte und Festivals in Österreich: so plant man ein Wochenende

Feste, Märkte und Festivals in Österreich: so plant man ein Wochenende

Wer das Veranstaltungsjahr in Österreich einmal im Überblick sieht, merkt schnell: Es gibt keine tote Saison. Auf die Bälle im Feber folgen die Frühlingsmärkte, dann der Festivalsommer, dann Almabtrieb und Advent.

Der Winter und seine Termine

Der Pfandbecher ist fast überall Standard. Wer ihn zurückgibt, bekommt den Einsatz retour, was bei mehreren Ständen ins Gewicht fällt.

Die Ballsaison beginnt kurz nach Jahreswechsel und endet mit dem Faschingsdienstag. Der Wiener Opernball in der Staatsoper ist der bekannteste Termin, aber bei weitem nicht der einzige.

Almabtrieb, Kirtag und Erntedank

Erntedankfeste laufen im Herbst in praktisch jeder Gemeinde. Sie sind klein, kostenlos und geben einen ehrlicheren Eindruck vom Landleben als jede größere Veranstaltung.

Der Almabtrieb findet im September und Oktober statt, wenn das Vieh von den Almen ins Tal zurückkehrt. In Tirol, Salzburg und Kärnten ist daraus vielerorts ein Fest geworden.

Die wichtigsten Sporttermine

Beim Wandern und Laufen gibt es über den Sommer verteilt dutzende Volksläufe und Bergläufe, für die man sich kurzfristig anmelden kann.

Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel im Jänner ist der bekannteste Wintersporttermin des Landes. Die Streif zieht jedes Jahr ein sehr großes Publikum an, entsprechend früh sind Unterkünfte ausgebucht. Mehr Themen dieser Art stehen dort.

JahreszeitSchwerpunktTypische Termine
Jänner bis Feber Ballsaison, Wintersport Opernball, Hahnenkammrennen
April bis Juni Stadtfeste, Laufevents Vienna City Marathon, Donauinselfest
Juli bis September Festivals und Festspiele Salzburger Festspiele, Frequency, Ars Electronica
Oktober bis Dezember Brauchtum und Advent Almabtrieb, Erntedank, Christkindlmärkte

Was wo stattfindet

Wien deckt das ganze Jahr ab und hat die größte Dichte an Kulturveranstaltungen. Dafür ist dort fast alles teurer als in den Bundesländern.

Das Burgenland punktet mit Freiluftbühnen und Weinorten. Die Entfernungen sind gering, mehrere Termine an einem Wochenende sind machbar.

  1. Feiertage und lange Wochenenden im Kalender markieren
  2. Region festlegen, dann erst Termine suchen
  3. Unterkunft und Ticket gemeinsam buchen
  4. Rückfahrt vor der Anreise klären

Kosten realistisch einschätzen

Das Ticket ist selten der größte Posten. Unterkunft und Anreise machen bei einem Wochenende außerhalb der eigenen Region meist den Hauptteil aus. Wer tiefer einsteigen will, findet eine Sammlung zu Kulturveranstaltungen in Österreich.

Bei großen Festivals kommen Verpflegungskosten vor Ort dazu. Die Preise am Gelände liegen deutlich über dem üblichen Niveau, was bei mehreren Tagen spürbar wird.

Bauernmärkte, Flohmärkte und Kunsthandwerk

Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen.

Auf Märkten ist Bargeld weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleineren Ständen selten möglich.

Ein Fazit zur Planung

Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Termin und einem kleinen Fest in der Nähe. So sieht man beide Seiten des Landes.

Das österreichische Veranstaltungsjahr ist dicht genug, dass man nie alles sieht. Sinnvoller als eine lange Wunschliste ist die Entscheidung für zwei oder drei Termine pro Saison.

Wie sich der Kalender über das Jahr verteilt

Diese Struktur ist über Jahrzehnte gewachsen und verschiebt sich kaum. Wer sie kennt, kann eine Reise auch ein Jahr im Voraus grob planen.

Grob geteilt hat das Jahr vier Schwerpunkte: die Ballsaison von Jänner bis Feber, die Frühlings- und Stadtfeste ab April, der Festivalsommer von Juni bis September und die Adventzeit ab Ende November.

Veranstaltungen für Familien

Bei großen Festivals gibt es zunehmend Familienzonen mit Ruhebereichen und Gehörschutz für Kinder. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark.

Stadtfeste und Erntedankfeste sind für Familien meist die unkompliziertesten Termine. Sie sind kostenlos, gut erreichbar und zeitlich überschaubar.

Die unbekannteren Termine

Gemeindezeitungen und Aushänge am Ortsplatz sind dafür nach wie vor die beste Quelle. Vieles davon landet nie im Internet.

Weinfeste in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich laufen im Spätsommer und Herbst und sind eine eigene Kategorie für sich.

Wer ein Jahr lang mitschreibt, was gefallen hat, hat im Folgejahr eine bessere Grundlage als jede Empfehlung von außen.

Open Air von Juni bis September

In Oberösterreich hat sich Woodstock der Blasmusik in Ort im Innkreis etabliert. Das Format verbindet Blasmusik mit Festivalatmosphäre und hat damit ein eigenes Publikum gefunden.

Kleinere Open Airs finden häufig auf Sportplätzen oder Festwiesen am Ortsrand statt. Der Aufwand ist geringer, die Stimmung dafür oft persönlicher als bei den großen Namen.

Die großen Sommerfestspiele

Die Spielpläne stehen meist ein halbes Jahr im Voraus fest. Das macht die Planung leichter als bei Popveranstaltungen, wo Termine kurzfristiger kommen.

Die Salzburger Festspiele laufen traditionell von Ende Juli bis Ende August und verbinden Oper, Schauspiel und Konzert. Sie prägen das Stadtbild in dieser Zeit spürbar.

Häufige Fragen zu Veranstaltungen in Österreich

Gibt es Ermäßigungen?

Häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie stehen meist im Kleingedruckten der jeweiligen Ticketseite.

Lohnt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

In den Städten fast immer, weil Parkplätze knapp und an Veranstaltungstagen oft gesperrt sind. Bei Festivals im Umland fahren häufig eigene Shuttlebusse.

Finden Open Airs auch bei Regen statt?

In den meisten Fällen ja. Abgesagt wird üblicherweise nur bei Gewitter oder Sturm, und dann meist kurzfristig über die Kanäle des Veranstalters.

Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.

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